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Spitalversicherung: Tipps

Was gilt es beim Abschluss einer Schweizer Spitalversicherung zu beachten? Die wichtigsten Tipps von der Moneyland-Redaktion.

Spitalzusatz-Versicherungen werden in der Schweiz als Zusatz zur Grundversicherung vertrieben. Sie übernehmen stationäre Leistungen im Spital. Es gibt unterschiedliche Spitalversicherungs-Modelle, darunter die allgemeine, halbprivate oder private Abteilung.

Darüber hinaus werden spezielle Spital-Modelle wie die Flex- und Hotellerie-Versicherung angeboten. Weitere Sparoptionen umfassen eingeschränkte Spitallisten, Schadenfreiheits-Rabatte oder Selbstbehalte.

Ist eine Schweizer Spitalversicherung nötig?

Im Gegensatz zur Krankenkassen-Grundversicherung ist eine Spitalzusatz-Versicherung nicht obligatorisch. Sie kann aber je nach Ihrer Situation und Ihren Bedürfnissen sinnvoll sein. Bevor Sie sich allerdings für eine Spitalversicherung entscheiden, gibt es einige wichtige Punkte zu berücksichtigen. Lesen Sie dazu im Folgenden die Moneyland-Tipps.

Spitalversicherung-Tipps in der Übersicht:

  • Ist Ihnen die freie Arztwahl wichtig? Möchten Sie immer vom Spezialisten Ihrer Wahl behandelt werden? Dann kann eine halbprivate oder private Deckung die richtige Lösung für Sie sein. Allerdings gibt es auch da häufig Einschränkungen. Informieren Sie sich im Voraus genau über die Partnerspitäler Ihrer Krankenkasse. moneyland.ch hat dafür über 40 renommierte Privatkliniken und Spitäler als Filterkriterien in den Vergleich für Spitalzusatzversicherungen integriert.
     
  • Fragen Sie sich vor einem Zusatzversicherungsabschluss, was Ihnen im Zusammenhang mit Ihrem Spitalaufenthalt wirklich wichtig ist. Während die allgemeine Abteilung noch verhältnismässig günstig ist, geht der Abschluss einer halbprivaten und privaten Versicherung richtig ins Geld.
     
  • Die Prämien variieren auch für ein und dasselbe Spitalversicherungs-Modell markant. Ein Prämienvergleich der Spitalversicherungen lohnt sich. Vergleichen Sie aber auch, wie teuer die Prämien für ältere Altersgruppen sind, die sie in Zukunft zahlen müssen.
     
  • Legen Sie Wert auf Privatsphäre und Zimmerkomfort im Spital? Dann kann eine halbprivate (mit Zweibett-Zimmer) oder private Deckung (mit Einbett-Zimmer) die richtige Lösung für Sie sein. Wenn für Sie die freie Arztwahl nicht zentral ist, wählen Sie am besten ein Hotellerie-Modell. Diese Spitalzimmer-Versicherung gewährt Ihnen ebenfalls den Zimmerkomfort einer halbprivaten oder privaten Abteilung. Sie sparen so bis zu 80 Prozent der Prämien.
     
  • Wenn Sie abhängig von der Art der Behandlung oder Operation unterschiedliches Gewicht auf die Kriterien freie Arztwahl und Zimmerkomfort legen, könnte ein Flex-Modell die richtige Lösung für Sie sein. Hier können Sie jeweils erst bei Spitaleintritt entscheiden, ob Sie in der allgemeinen, halbprivaten oder privaten Abteilung behandelt werden. Dafür können Sie gegenüber einer privaten Versicherung markant Prämien einsparen. Vergleichen Sie vor einem Abschluss allerdings unbedingt auch mögliche Einschränkungen der Spitalwahl und die unterschiedliche Höhe der Selbstbehalte.
     
  • Viele private und halbprivate Spitalzusatz-Versicherungen bieten markante Prämien-Einsparungen bis zu 70 Prozent, wenn Sie einen höheren Selbstbehalt oder eine höhere Franchise wählen. Beispiel: Franchisen (Kostenbeteiligungen Ihrerseits) von CHF 1'000 (15% Prämien-Rabatt) bis zu CHF 10'000 (70% Prämien-Rabatt). Mit einer höheren Franchise zahlen Sie zwar weniger Prämien, müssen sich aber bis zum definierten Betrag selbst an den Kosten beteiligen.
     
  • Eine weitere Sparmöglichkeit bis zu ungefähr 25 Prozent der Prämien besteht in der Option von Spitalversicherungen, sich auf eine bestimmte Auswahl von Spitälern zu beschränken. Achtung: Krankenkassen können diese Spitalliste in der Zukunft abändern.
     
  • Ebenfalls verbreitet sind so genannte Schadenfreiheits-Rabatte: Sie können je nach Spitalversicherung bis zu 50 Prozent an Prämien sparen, wenn Sie sich in einem definierten Zeitfenster keiner Spitalbehandlung unterziehen. Auch hier sind die genauen Konditionen entscheidend, ob sich ein solcher Rabatt für Sie lohnen kann.
     
  • Mehrjahres-Verträge bieten zwar häufig einen Prämienrabatt. Allerdings sind Sie dann für die definierte Anzahl Jahre an die Spitalversicherung gebunden.
     
  • Ein Ausschluss der Unfalldeckung bringt in der Regel einen Prämienrabatt von 10 Prozent.
     
  • Häufig werden überdies Familien-Rabatte angeboten.
     
  • Informieren Sie sich bei allen Sparmodellen, ob Sie diese wieder aufheben können. Ihre Krankenkasse kann die Annullierung der Sparvarianten nämlich je nach Ihrer Gesundheitssituation ablehnen oder Vorbehalte anmelden.
     
  • Allgemein gilt: Lesen Sie immer auch das Kleingedruckte, bevor Sie eine Spitalversicherung abschliessen. Darin können unter anderem zahlreiche Einschränkungen betreffend Arzt- und Spitalwahl oder erhöhte Selbstbehalte erwähnt sein.
     
  • Informieren Sie sich nach möglichen Kollektiv-Verträgen. Krankenkassen bieten für nicht wenige Firmen und Vereine spezielle Versicherungskonditionen an.
     
  • Bei Spitalleistungen betreffend Mutterschaft (Schwangerschaft, Geburt) bestehen in der Regel lange Wartefristen von bis zu einem Jahr. Erst nach dieser so genannten Karenzfrist sind die Spitalversicherungen bereit, die Kosten zu übernehmen.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weitere Informationen:
Schweizer Krankenkassen-Vergleich
Vergleich der ambulanten Zusatzversicherungen
Vergleich der Spitalzusatzversicherungen
Krankenkassen-Artikel in der Übersicht

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