Wichtig: moneyland.ch berichtet hier nur unabhängig über Revolut, weil Revolut in der Schweiz viele Kundinnen und Kunden hat, die am Thema interessiert sind. moneyland.ch hat nichts mit Revolut zu tun und auch keine Beziehung zu Revolut. Dieser Artikel ist auch keine Empfehlung, bei Revolut Kunde zu werden. Wenn Sie als Kundin oder Kunde Probleme haben, müssen Sie Revolut direkt kontaktieren.
1. Was ist Revolut?
Revolut ist eine Smartphone-Bank mit Hauptsitz in Grossbritannien. Das Angebot besteht unter anderem aus einem E-Geld-Konto und verschiedenen Karten von Mastercard und Visa. Revolut hat sich lange Zeit über günstige Konditionen und gute Wechselkurse positioniert. Aktuelle Erhebungen zeigen jedoch, dass Revolut nicht mehr zu den günstigsten Anbietern gehört.
Die Smartphone-Bank Revolut hat in der Schweiz bereits etwa eine Million Kundinnen und Kunden und ist damit die zurzeit populärste Neobank. In der Zahl von einer Million Kundinnen und Kunden sind allerdings auch Personen einberechnet, die Revolut nicht aktiv nutzen.
Revolut hat eine Vertriebsbewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma), aber keine volle Banklizenz. Das Unternehmen hat Lizenzen in Grossbritannien und in Litauen. Kundinnen und Kunden aus der Schweiz haben die Vertragsbeziehung in der Regel mit der Firma Revolut Bank UAB in Litauen. Sämtliche Informationen in diesem Ratgeber beziehen sich auf das Angebot der Revolut Bank UAB für Kundinnen und Kunden aus der Schweiz.
2. Welche Dienstleistungen bietet Revolut an?
Revolut bietet verschiedene Karten zum Bezahlen in Geschäften und im Internet an. Die Karte kann über eine App für iPhones und Android-Smartphones verwaltet werden.
Die Kunden haben in der App die Möglichkeit, zahlreiche Einstellungen vorzunehmen. Ausserdem informiert Revolut via App die Kunden sofort nach jeder Transaktion.
3. Ist Geld bei Revolut durch die Schweizer Einlagensicherung geschützt?
Nein. Revolut hat Lizenzen aus Grossbritannien und aus Litauen. Bei Revolut einbezahltes Geld unterliegt damit nicht der Schweizer Einlagensicherung.
Im Fall eines Konkurses von Revolut müssten sich Schweizer Kunden also am Verfahren in Grossbritannien oder Litauen beteiligen.
4. Handelt es sich bei Revolut um eine Schweizer Bank?
Nein, Revolut ist keine Schweizer Bank. Die Smartphone-Bank hat jedoch eine Vertriebslizenz der Schweizerischen Finanzmarktaufsicht Finma.
5. Wie kann ich Geld an Revolut überweisen?
Am einfachsten und kostengünstigsten ist es für Schweizer Kundinnen und Kunden, das Geld auf das in der Revolut-App angegebene Schweizer Bankkonto zu überweisen. Seit Mitte 2025 erhalten die Schweizer Kundinnen und Kunden von Revolut eine individuelle IBAN, die in Zusammenarbeit mit Postfinance angeboten wird. Wichtig zu wissen ist, dass es sich trotz der individuellen Kontonummer um ein Sammelkonto von Revolut in der Schweiz handelt. Aber aufgepasst: Sie müssen alle benötigten Informationen als Zahlungsmitteilung angeben, ansonsten nimmt Revolut die Einzahlung nicht an. Revolut kann in der Regel nicht für Überweisungen von Dritten wie zum Beispiel für Lohneingänge verwendet werden.
Eine Inlandsüberweisung ist bei den meisten Schweizer Banken gebührenfrei.
Sie können auch via Debitkarte oder Kreditkarte Geld auf Revolut überweisen. Allerdings können auf diesem Weg hohe Gebühren anfallen.
6. Welche Karten bietet Revolut an?
Revolut bietet verschiedene Karten an. Es gibt Karten von Mastercard und Visa. Das Kartenangebot kann je nach Kunde und Zeitpunkt variieren.
7. Sind Überweisungen mit Revolut möglich?
Überweisungen in die Schweiz und auch ins Ausland sind mit Revolut zwar möglich. Davon ist allerdings abzuraten. Grund: versteckte Gebühren, die bei den Überweisungen verrechnet werden können.
8. Welche Wechselkurse verwendet Revolut?
Revolut warb lange Zeit damit, Interbanken-Kurse anzuwenden. Die letzten Analysen zeigen, dass Revolut inzwischen deutlich schlechtere Wechselkurse anwendet. Zahlreiche Schweizer Smartphone-Banken und selbst einige traditionelle Banken sind inzwischen attraktiver als Revolut.
Jedes Jahr untersucht moneyland.ch die Kosten der Smartphone-Banken inklusive Gebühren für die Nutzung im Ausland. Weitere Informationen finden Sie in der Studie vom Juni 2025.
9. Welche Fremdwährungsgebühren verrechnet Revolut?
Leider hat Revolut etwas komplizierte Fremdwährungsgebühren.
Für das grundgebührenfreie Standard-Preismodell gilt:
Bei einem Umsatz bis 1250 Franken im Monat gelten folgende Bearbeitungsgebühren:
• Bei den meisten Währungen wochentags keine Fremdwährungsgebühr.
• Bei den meisten Währungen am Wochenende: 1 Prozent.
• Bei einigen Währungen wie dem thailändischen Baht wochentags: 1 Prozent.
• Bei einigen Währungen wie dem thailändischen Baht am Wochenende: 2 Prozent.
Bei einem Umsatz ab 1250 Franken im Monat gelten folgende Bearbeitungsgebühren:
• Bei den meisten Währungen wochentags: 1 Prozent.
• Bei den meisten Währungen am Wochenende: 2 Prozent.
• Bei einigen Währungen wie dem thailändischen Baht wochentags: 2 Prozent.
• Bei einigen Währungen wie dem thailändischen Baht am Wochenende: 3 Prozent.
In diesen Bearbeitungsgebühren ist auch eine sogenannte Fair-Use-Klausel enthalten. Als einzige in der Schweiz aktive Smartphone-Bank erhebt Revolut eine solche Gebühr, sobald mehr als 1250 Franken im Monat in Fremdwährungen gewechselt werden.
Mit den kostenpflichtigen Preismodellen «Premium», «Metal» und «Ultra» wendet Revolut immer die niedrigeren Gebühren an.
Tipp: Wenn Sie das Geld während der Woche in einen Währungstopf wechseln, fallen geringere Gebühren an. Wenn Sie dann am Wochenende die Karte einsetzen, wird der Betrag aus dem Währungstopf entnommen. Dann fällt die höhere Gebühr nicht an.
10. Können Kunden Bargeld abheben?
Ja. Revolut ermöglicht den Kunden das Abheben von Bargeld an Bankomaten. Grundsätzlich verrechnet Revolut eine Gebühr von 2 Prozent für Bankomat-Bezüge, jedoch mindestens 1 Franken pro Bezug. Allerdings können die Kundinnen und Kunden der Revolut Bank UAB aus der Schweiz monatlich für einen bestimmten Betrag gebührenfrei Bargeld beziehen:
- Standard-Kunden 200 Franken.
- Premium-Kunden 400 Franken.
- Metal-Kunden 800 Franken.
- Ultra-Kunden 2000 Franken.
11. Können Kunden von Revolut mit ihrem Smartphone bezahlen?
Ja. Revolut bieten seinen Kunden Apple Pay und Google Pay an. Nicht unterstützt wird jedoch die Schweizer Mobile-Payment-Lösung Twint.
12. Wie viel kostet die Karte von Revolut?
Für die Plastikkarte verrechnet Revolut je nach Kunde eine einmalige Gebühr (zum Beispiel von ungefähr 6 Franken für die Zustellung).
Revolut bietet auch sogenannte virtuelle Karten an. Diese sind gratis.
13. Was ist die virtuelle Karte von Revolut?
Mit der virtuellen Karte bietet Revolut eine Karte an, die nicht als Plastikkarte ausgeliefert wird.
Der Vorteil ist, dass Sie die Karte sofort nutzen können. Diese virtuelle Karte kann mit Google Pay und Apple Pay verknüpft werden. So sind Bezahlungen in Geschäften möglich.
Für Einkäufe in Online-Shops zeigt Revolut in der App alle notwendigen Daten wie Kartennummer, Ablaufdatum und CVC2 beziehungsweise CVV2-Code an.
Ausführliche Informationen finden Sie im Ratgeber-Artikel von moneyland.ch zu virtuellen Karten.
14. Gibt es bei Revolut Limiten?
Kunden können die Karte von Revolut grundsätzlich im Rahmen des Kontoguthabens nutzen.
Für Standard-Kundinnen und Kunden relevant ist die Limite von 1250 Franken im Monat, bis zu der ein günstigerer Wechselkurs verrechnet wird. Ausserdem gibt es je nach Preismodell eine monatliche Limite von 200, 400, 800 beziehungsweise 2000 Franken für den gebührenfreien Bancomat-Bezug.
15. Sind Daueraufträge bei Revolut möglich?
Ja. Kunden können bei Revolut Daueraufträge erstellen. Allerdings ist von der Nutzung von Revolut für Überweisungen und damit auch Daueraufträgen abzuraten, da hohe Gebühren verrechnet werden können.
16. Stehen den Revolut-Kunden eBill und Lastschriftverfahren zur Verfügung?
Schweizer Lastschriften und eBill stehen für Revolut-Kunden nicht zur Verfügung.
Revolut bietet jedoch seinen Schweizer Kunden SEPA-Lastschriften für Belastungen in Euro an. Dafür müssen Sie Ihre Euro-Kontonummer angeben.
17. Bietet Revolut auch Sparkonten oder Säule-3a-Konten an?
Nein. Revolut bietet keine Schweizer Bankkonten, keine Sparkonten und keine Säule-3a-Konten an.
18. Erhalte ich als Kunde von Revolut eine Bank-Kontonummer?
Als Kunde von Revolut erhalten Sie keine Kontonummer zu einem Schweizer Bankkonto. Sie erhalten jedoch eine individuelle Kontonummer für Einzahlungen auf das Schweizer Sammelkonto von Revolut.
19. Kann ich mein Konto überziehen?
Nein, das Konto von Revolut kann nicht überzogen werden.
20. Können Kundinnen und Kunden bei Revolut auch Aktien kaufen?
Revolut wirbt mit «gebührenfreiem Aktien-Handel». Derzeit ist es jedoch für Schweizer Kunden noch nicht soweit: Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz können via Revolut noch keine Aktien handeln.
21. Können Kundinnen und Kunden bei Revolut Gold und Silber kaufen und verkaufen?
Ja, Schweizer Kunden können Gold und Silber kaufen.
Revolut schreibt, dass die Edelmetalle im Namen der Kunden bei einem Finanzinstitut verwahrt werden. Allerdings stellt Revolut keine physischen Edelmetalle zur Verfügung.
22. Können Kundinnen und Kunden bei Revolut Kryptowährungen kaufen?
Sie können mit Revolut Kryptowährungskonten eröffnen. Allerdings können Sie die Kryptowährungen nicht direkt kaufen, sondern partizipieren nur am Kurs der Kryptowährung.
23. Was sind die Vorteile von Revolut?
Der Hauptvorteil von Revolut ist eine intuitive App mit vielen Funktionen. Ebenso werden Kunden nach jeder Transaktion aktiv via App informiert.
24. Was sind die Nachteile von Revolut?
Der grösste Nachteil von Revolut ist wohl der Kundendienst. Dieser hat auch in der Schweiz immer wieder zu negativen Kundenreaktionen geführt.
Ein weiterer Nachteil gegenüber Schweizer Anbietern: Das auf das Revolut-Konto einbezahlte Geld unterliegt nicht der Schweizer Einlagensicherung. Revolut bietet kein Schweizer Konto an und ist damit als Schweizer Lohnkonto und für das Bezahlen von Rechnungen nicht geeignet.
Weitere Informationen:
Schweizer Bankkonten im Vergleich
Smartphone-Banken im Schweizer Vergleich
Schweizer Kreditkarten im Vergleich