skifahren versicherung

Gut versichert auf die Skipiste

Welche Versicherungen brauchen Sie auf der Winterpiste? Die Moneyland-Redaktion hilft Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer mit hilfreichen Versicherungstipps.

Jeden Winter locken die Alpen zahlreiche wintersportbegeisterte Schweizerinnen und Schweizer auf ihre schneeweissen Pisten. Rund 2.5 Millionen Personen, also ungefähr ein Viertel der Schweizer Bevölkerung, fahren Ski oder Snowboard.

Riskantes Ski- und Snowboard-Fahren

Wie alle Freuden hat auch das Wintervergnügen seine Schattenseiten. So geschehen jedes Jahr sage und schreibe 48'000 Unfälle beim Ausüben einer Wintersportart, davon 26'000 Unfälle beim Skifahren.

Snowboard-Unfälle sind mit rund 8'400 Unfällen pro Jahr leider ebenfalls häufig. Auch beim Schlitteln ziehen sich Schweizerinnen und Schweizer jedes Jahr böse Verletzungen zu.

71 Prozent der Snowboard-Verunfallten sind gemäss Suva zwischen 15 und 29 Jahre jung. Bei den Skifahrenden sind 38 Prozent zwischen 30 und 44 Jahre und 36 Prozent zwischen 45 und 59 Jahre alt.

Schweizer Unfallversicherung

Wenn Sie selbst beim Wintersport einen Unfall erleiden, kommt die Unfallversicherung Ihres Arbeitgebers (UVG) für die Unfallkosten auf. Versichert sind dabei auch die Arzt-, Spital- und allfällige Bergungs- und Transportkosten. Bereits ein kurzer Flug mit einem Rettungsdienst wie der Rega kann Tausende von Franken kosten.

 

 

Versichert nach UVG sind rund 4.8 Millionen Personen, nämlich alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer sowie Erwerbslose, die ein Anrecht auf Arbeitslosenentschädigung haben. Nicht UVG-versichert sind beispielsweise Kinder, Studenten, Pensionierte und nicht-erwerbstätige Hausfrauen und Hausmänner.

Als selbständig erwerbende Person können Sie sich selbst einer Unfallversicherung anschliessen oder bei der obligatorischen Krankenkasse (KVG) die Option einer Unfalldeckung wählen.

Krankenkasse deckt nicht alle Unfallkosten

Beachten Sie aber, dass Sie mit der obligatorischen Krankenkasse sowohl die Franchise als auch den zusätzlichen Selbstbehalt selber berappen müssen. Auch erhalten Sie von der Krankenkasse weniger Leistungen als von einer Unfallversicherung.

So sind die Krankenkasse-Grundversicherer nur verpflichtet, die Hälfte der Rettungskosten zu übernehmen. In der Regel ist also eine Unfallversicherung nach UVG die empfehlenswerte Option, falls Sie die Wahl haben.

Falls Sie keine Unfallversicherung abschliessen können und auf die Krankenkasse angewiesen sind, kann sich eine ambulante Zusatzversicherung lohnen, die zusätzlich zur obligatorischen Grundversicherung Rettungen, Bergungen und Transporte im In- und Ausland übernimmt.

Haftpflichtversicherungen auf der Winterpiste

Nur bei einer geringen Anzahl Unfällen – nämlich 8 Prozent bei den Ski- und 5 Prozent bei den Snowboard-Unfällen – sind andere Personen am Unfall beteiligt.

Allerdings können Haftpflicht-Fälle sehr teuer werden. Wenn Sie für eine Kollision auf der Piste verantwortlich gemacht werden, müssen Sie auch die Folgekosten des Unfallopfers begleichen.

Diese Schäden können im ungünstigen Fall Hunderttausende von Franken kosten. Auch auf der Skipiste ist also eine Haftpflichtversicherung ein absolutes Muss.

Ski-Diebstahl richtig versichern

Weniger dramatisch, aber zumindest ärgerlich, ist ein Diebstahl Ihrer Winterausrüstung. Die Anzahl der Ski-Diebstähle hat zwar in den letzten Jahren glücklicherweise abgenommen.

Leider passiert es immer noch mehr als tausend Mal pro Jahr, dass Ski- oder Snowboard-Ausrüstungen geklaut werden. Häufig schlagen die dreisten Langfinger vor Bergbeizen oder auch an Bahnhöfen zu.

Etwas gemildert wird der Ärger immerhin, wenn Sie richtig versichert sind. Dafür brauchen Sie aber keine separate Skiversicherung, wie sie bisweilen von Sportgeschäften feilgeboten wird.

Es genügt bereits eine Hausratversicherung mit dem Zusatz «einfacher Diebstahl auswärts», die sie nicht selten auch für Diebstähle von Velos oder Laptops versichert. Verschiedene Hausratversicherungen bieten unterschiedlich hohe Deckungen an, gebräuchlich sind zum Beispiel Versicherungssummen von 2'000 bis 4'000 Franken.

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