In der Schweiz ist das Bezahlen mit dem Smartphone alltäglich. Viele Konsumentinnen und Konsumenten zahlen mit einem iPhone oder einer Apple Watch. Apple Pay gehört dabei zu den wichtigsten mobilen Bezahllösungen.
Dieser Ratgeber von moneyland.ch beantwortet die wichtigsten Fragen zu Apple Pay.
1. Wie kann ich mit Apple Pay zahlen?
Sie können Ihr iPhone oder Ihre Apple Watch beim Bezahlen direkt an das Terminal halten. Das Öffnen einer App ist dafür nicht nötig. Anschliessend müssen Sie die Zahlung mit Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Passwort bestätigen.
Apple Pay funktioniert mit iPhones, iPads, Mac-Computern und Apple Watches.
2. Mit welchen Karten kann ich bezahlen?
Apple Pay funktioniert mit allen Schweizer Kreditkarten und mit den meisten Schweizer Debitkarten. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Karte von Visa, Mastercard oder American Express handelt.
Ob eine Karte mit Apple Pay funktioniert, ist vom Kartenherausgeber abhängig. Während Sie mit allen Schweizer Kreditkarten Apple Pay nutzen können, ist das bei manchen Debitkarten von Schweizer Banken nicht möglich.
3. Wo kann ich mit Apple Pay zahlen?
In der Schweiz und in Europa können Sie in fast allen Geschäften, Restaurants und Hotels mit Apple Pay bezahlen. Auch auf anderen Kontinenten ist das Bezahlen oft möglich, funktioniert aber nicht überall. Die Zahlung funktioniert in der Regel, wenn das Zahlungsterminal kontaktlose Zahlungen verarbeiten kann.
Mit Apple Pay können Sie auch in iPhone- und iPad-Apps sowie auf Websites online bezahlen.
Voraussetzung ist, dass die hinterlegte Karte von einem Kartennetzwerk (Mastercard, Visa, Postfinance, American Express) stammt, die vom Händler unterstützt wird.
4. Wie teuer sind Zahlungen mit Apple Pay?
Für die Nutzung von Apple Pay fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Dabei gelten die Konditionen der hinterlegten Karte.
Das ist insbesondere bei Zahlungen im Ausland relevant. Denn dafür verrechnen die Anbieter Fremdwährungsgebühren oder Auslandsgebühren. Auch ein schlechter Wechselkurs kann zu höheren Kosten führen. Mehr Informationen dazu erfahren Sie im Ratgeber zum Bezahlen im Ausland. Auch bei Debitkarten können im Ausland hohe Gebühren anfallen. Aufpassen müssen Sie bei kleineren Einkaufsbeträgen insbesondere dann, wenn bei Ihrer Debitkarte eine Gebühr von 1 Franken oder 1.50 Franken pro Einkauf verrechnet wird.
5. Kann ich mit Apple Pay auch von Bonusprogrammen profitieren?
Massgebend sind dabei die Konditionen der hinterlegten Karte. Enthält diese ein Bonusprogramm, erhalten Sie auch bei Zahlungen mit Apple Pay Bonuspunkte oder profitieren von Rückerstattungen (Cashback).
6. Wie sicher sind Zahlungen mit Apple Pay?
Der kontaktlose Zahlungsvorgang mit Apple Pay gilt als sicher. Für jede kontaktlose Transaktion generiert das Zahlungsterminal einen Sicherheitsschlüssel, der an die Kreditkarten-Herausgeberin geschickt wird. Zusätzlich ist bei Apple Pay eine Bestätigung durch einen Fingerabdruck (beziehungsweise einen Tasten-Code) nötig.
Wie jedes Zahlungsmittel hat aber auch Apple Pay verschiedene Schwachstellen. Ein mögliches Szenario ist zum Beispiel, dass die Kreditkarten-Daten sowie zusätzliche Sicherheitselemente eines Nutzers gestohlen werden können, um damit einen gefälschten Apple Pay Account zu eröffnen.
7. Wie gut ist der Datenschutz bei Apple Pay?
Bezüglich Datenschutz betont Apple zwar, dass die persönlichen Transaktionsdaten nicht gespeichert würden. Allerdings können Nutzer trotzdem die letzten Einkäufe in der Wallet App einsehen. Auch Ort und Zeitpunkt der Einkäufe könnte Apple wohl zurückverfolgen.
8. Was sind die Vorteile von Apple Pay?
Die Nutzerfreundlichkeit ist etwas besser als bei externen kontaktlosen Bankenlösungen wie Twint. Schliesslich hat sich Apple mit gelungener Usability einen Namen gemacht und verfügt mit der Hardware über ein eigenes Ökosystem.
Die Nutzerfreundlichkeit ist im Allgemeinen sogar noch etwas höher als mit Plastik- und Bargeld. Ein Smartphone haben schliesslich immer mehr Kunden griffbereit. Für die Plastikkarte oder das Bargeld braucht es häufig noch den zusätzlichen Griff ins Portemonnaie.
9. Was sind die Nachteile von Apple Pay?
Der Hauptnachteil: Apple Pay lässt sich nur mit Apple-Geräten nutzen. Ausserdem sind noch nicht ganz alle Terminals NFC-kompatibel.
Aus Datenschutzgründen kann es ausserdem störend sein, einem der grossen Tech-Giganten und Datensammler auch noch einen Einblick in das eigene finanzielle Privatleben zu geben. Mit Bargeld hingegen ist anonymes Bezahlen weiterhin möglich.
Was ist der Unterschied zu Twint?
Mit Twint brauchen Sie keine Kreditkarten-Daten zu hinterlegen und können diese mit verschiedenen Smartphones von zahlreichen Herstellern nutzen.
Das Problem bei externen Lösungen wie Twint: Nutzer müssen im Gegensatz zu internen Lösungen wie Apple Pay beim Bezahlen eine App öffnen. Das ist ein Mehraufwand.
10. Wie wichtig ist Apple Pay in der Schweiz?
Gemäss einer Umfrage von moneyland.ch im Jahr 2023 gehört Apple Pay noch zu den weniger wichtigen Zahlungsmitteln. Nur 24 Prozent der Schweizer Bevölkerung halten Apple Pay für unverzichtbar. Bei Kreditkarten sind es 78 Prozent, bei Bargeld sogar 79 Prozent. Nur 13 Prozent zahlen mit Apple Pay oft im Laden.
Weitere Informationen:
Kreditkarten-Vergleich der Schweiz - mit Apple-Pay-Filter
Kreditkarten: Fremdwährungsgebühren