Das Vorsorgen über die Säule 3a ist in der Schweiz beliebt. Schliesslich hilft die gebundene Vorsorge dabei, Steuern zu sparen und finanzielle Lücken im Alter zu schliessen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Anzahl der Konten. Sie können damit die Steuerbelastung bei der Auszahlung reduzieren und so das ausbezahlte Vorsorgeguthaben erhöhen.
Wie viele Säule-3a-Konten sind erlaubt?
Es gibt in der Schweiz keine rechtliche Begrenzung der Anzahl Säule-3a-Konten. Sie dürfen daher mehrere Säule-3a-Konten haben.
Die meisten Schweizer Banken und Vorsorge-Apps beschränken die Zahl der Säule-3a-Konten auf maximal fünf pro Kundenbeziehung. Durch die Nutzung mehrerer Anbieter können Sie jedoch auch mehr als fünf Konten nutzen.
Wie viele Säule-3a-Konten sind sinnvoll?
Grundsätzlich gilt: Je mehr Konten, desto flexibler sind Sie. Denn bei der ordentlichen Auszahlung aus der Säule 3a wird aus rechtlichen Gründen jeweils der gesamte Betrag des Kontos ausbezahlt. Danach wird das Konto geschlossen.
Es ist daher eine persönliche Entscheidung, wie viele Säule-3a-Konten für Sie sinnvoll sind. Empfehlung: Nutzen Sie zumindest alle fünf möglichen Konten bei einem Anbieter.
Mit der Eröffnung von weiteren Säule-3a-Konten bei anderen Anbietern erhöhen Sie die Flexibilität. Bedenken Sie jedoch: Mit zu vielen verschiedenen Anbietern kann die Übersicht leiden.
Das Wichtigste zur Säule 3a
Mit der Säule 3a sorgen Sie für das Alter vor. Die wichtigsten Merkmale der Säule 3a sind:
Maximalbetrag: Sie dürfen pro Jahr höchstens den Maximalbetrag einzahlen. Für Angestellte mit Pensionskasse sind es 7258 Franken (Stand: 2026; ab 2027 sind es 7373 Franken), für Personen ohne Pensionskasse gelten andere Beträge.
Steuerabzug: Sie können Einzahlungen in die Säule 3a vollständig von den Steuern abziehen. Die effektive Steuerersparnis hängt vom Einkommen und Wohnort ab – typischerweise sparen Angestellte jährlich zwischen 600 und 2000 Franken Steuern.
Konto, Wertschriften oder Versicherung: Die Säule 3a wird als Konto, Wertschriftenlösung oder Versicherung angeboten.
Eingeschränkte Verfügbarkeit: Das Guthaben aus der Säule 3a kann in der Regel erst ab dem 60. Lebensjahr bezogen werden. Ein vorzeitiger Bezug ist nur in gesetzlich genau definierten Fällen möglich.
In wie viele Säule-3a-Konten sollte ich gleichzeitig einzahlen?
Tipp: Verteilen Sie die Einzahlungen von Beginn an auf mehrere Konten. So wachsen alle Konten über die Jahre gleichmässig an. Bei der Pensionierung sind die Konten dann etwa gleich gross.
Insbesondere bei Wertschriftenlösungen unterschätzen die Kundinnen und Kunden den Zinseszins-Effekt. Bei einer Nettorendite von durchschnittlich jährlich 5 Prozent verdoppelt sich das Guthaben nach etwa 14 Jahren.
Viele Sparerinnen und Sparer besparen zuerst ein Konto bis zu einem bestimmten Betrag. Erst danach eröffnen sie das nächste Konto. Diese oft gewählte Strategie ist jedoch nicht ideal. Der Grund ist einfach: Das erste Konto hat viel mehr Zeit für die Erwirtschaftung von Rendite. Das Guthaben wird dadurch am Ende unverhältnismässig hoch sein.
Warum sollte ich mehrere Säule-3a-Konten nutzen?
Es gibt zwei wichtige Gründe:
- Steuern sparen: Sie können mit der Verteilung der Auszahlungen auf mehrere Kalenderjahre Steuern sparen.
- Flexibilität erhöhen: Sie sind mit mehreren Konten flexibler. Bei der ordentlichen Auszahlung muss nämlich das gesamte Säule-3a-Guthaben bezogen werden. Anschliessend wird das Konto aufgelöst.
Wichtig zu wissen: Beim Kapitalbezug aus der Pensionskasse und der Säule 3a fällt eine Kapitalbezugssteuer an. Für die Berechnung des Steuersatzes werden alle Kapitalbezüge in einem Kalenderjahr zusammengezählt. In den meisten Schweizer Kantonen steigt der Steuersatz mit der Höhe des bezogenen Betrags überproportional an.
Weitere Informationen:
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Vorsorgefonds im interaktiven Vergleich
Die wichtigsten Ratgeber zur Säule 3a im Überblick