An US-Aktien führt kaum ein Weg vorbei – nicht zuletzt wegen ihrer gewichtigen Präsenz in den meisten bekannten Welt-Indizes. Als Renditebringer haben sich im vergangenen Jahr allerdings eher Titel aus anderen Ländern hervorgetan, namentlich Aktien aus Europa. Dies zeigt eine Auswertung von moneyland.ch.
Dabei wurde die Wertentwicklung verschiedener Aktienindizes im Jahr 2025 miteinander verglichen; und zwar in der Version als Performance-Index, die auch ausgeschüttete Dividenden berücksichtigt. Die Rendite wurde – falls nötig – in Schweizer Franken umgerechnet.
DAX gewinnt Renditevergleich
Anlegerinnen und Anleger aus der Schweiz wären 2025 mit dem DAX am besten gefahren. Der deutsche Leitindex legte im abgelaufenen Jahr in Franken gerechnet um stolze 21.94 Prozent zu. Auch der gesamteuropäische Index Stoxx Europe 600, der auch schweizerische Aktien umfasst, verzeichnete deutliche Zugewinne (19.89 Prozent).
Investitionen in die bekanntesten Schweizer Börsenbarometer SMI (17.61 Prozent) und SPI (17.20 Prozent) hätten Anlegerinnen und Anlegern ebenfalls eine beträchtliche Rendite beschert.
USA hinken hinterher
Das vergleichsweise schwache Abschneiden des Nasdaq-100 und S&P 500 mag derweil überraschen, eilten die US-Indizes im letzten Jahr doch von Rekord zu Rekord. Zwar legten die Benchmarks in Punkten tatsächlich deutlich zu, doch für Anlegerinnen und Anleger aus der Schweiz wirkte sich die starke Aufwertung des Frankens gegenüber dem US-Dollar negativ auf die Rendite von US-amerikanischen Aktien aus. Der Franken gewann gegenüber dem Dollar um rund 12 Prozent an Wert.
Dies macht sich auch in der relativ moderaten Rendite des MSCI World bemerkbar. Denn Titeln aus den USA kommt im Welt-Index MSCI World ein immenses Gewicht zu.
Anleger sollten auf Gebühren achten
Anzumerken ist, dass Anlagegebühren – zum Beispiel Depot-, Transaktions- und Fondsgebühren (ausgewiesen als TER) – in der Analyse keine Berücksichtigung fanden. Diese Kosten spielen für Anlegerinnen und Anleger im Alltag allerdings eine wichtige Rolle.
Wer in gesamte Aktienindizes investieren möchte, sollte Wert auf Fonds mit geringen laufenden Gebühren legen. Exchange Traded Funds (ETF) und Indexfonds kommen meist mit einer deutlich geringeren TER aus als aktiv verwaltete Fonds. Die ETF-Checkliste von moneyland.ch hilft Ihnen auf der Suche nach dem passenden ETF.
Von zentraler Bedeutung ist überdies die Wahl des richtigen Brokers, denn Transaktions- und Depotgebühren können erheblich ins Gewicht fallen. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich. Der Trading-Vergleich von moneyland.ch gibt Ihnen einen Überblick über alle Broker.
Längerer Anlagehorizont ist ratsam
Wichtig ist zudem, dass der Betrachtungszeitraum von bloss einem Jahr den empfohlenen Anlagehorizont weit unterschreitet. Für breit diversifizierte Investitionen in Aktien wird in der Regel ein mehrjähriger Anlagehorizont empfohlen – als Faustregel gilt etwa ein Minimum von zehn Jahren.
Über einen kurzen Zeitraum besteht nämlich auch bei breit gestreuten Portfolios ein nicht zu unterschätzendes Verlustrisiko. Im Jahr 2022 hätten Sie zum Beispiel mit einer Anlage in sämtlichen der aufgeführten Indizes ein dickes Minus eingefahren. Inzwischen haben sich die Märkte jedoch wieder erholt.
Hinweis: Der Artikel ist keine Anlageberatung und dient lediglich der Information. Angaben ohne Gewähr.
Weitere Informationen:
Broker-Vergleich Schweiz
Schweizer Aktienindizes im Vergleich