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Anlegen & Vorsorge

So investieren Sie in den SPI

7. September 2023 - Felix Oeschger

Der Swiss Performance Index (SPI) gehört zu den wichtigsten Schweizer Aktienindizes. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie vor dem Investieren in den SPI und in dessen Subindex SPI Extra wissen müssen.

Felix Oeschger von moneyland.ch beantwortet für Sie die wichtigsten Fragen rund um das Investieren in den SPI.

Welche Aktien werden durch den SPI abgebildet?

Beim SPI handelt es sich nach dem Swiss Market Index (SMI) um den zweitpopulärsten Schweizer Aktienindex. Mit seinen 215 Titeln beinhaltet er fast alle börsenkotierten Schweizer Aktientitel, darunter auch alle SMI-Titel.

In den SPI aufgenommen werden die Titel aller Unternehmen, die an der Schweizer Börse (SIX) primärkotiert sind und folgenden Anforderungen genügen:

  • Der frei handelbare Anteil der Aktien (Freefloat) muss mindestens 20 Prozent betragen. Dies soll die Liquidität der SPI-Titel erhöhen.
  • Beteiligungsgesellschaften können nur in den SPI aufgenommen werden, sofern sie nicht in Schweizer Unternehmen investieren. Damit soll eine doppelte Repräsentation verhindert werden.
  • Ausländische Unternehmen mit einer Primärkotierung an der SIX werden nur auf Anfrage aufgenommen und müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen.

Obwohl der SPI 215 verschiedene Aktientitel umfasst, ist die Anzahl der Unternehmen, die er repräsentiert, etwas geringer. Ein Grund dafür sind Unternehmen wie Roche, die sowohl Inhaberaktien als auch Genussscheine haben, oder Unternehmen wie die Swatch Group, die sowohl Namens- als auch Inhaberaktien haben.

Wie funktioniert der SPI?

Der Kursverlauf des SPI entspricht dem durchschnittlichen Kursverlauf der 215 Aktientitel. Allerdings hat nicht jeder Aktientitel im SPI dasselbe Gewicht: Je grösser der Börsenwert der frei handelbaren Aktien einer Firma ist, desto grösser ist auch die Auswirkung des Aktienkurses auf den SPI. Eine Beschränkung für das Gewicht eines Einzeltitels gibt es im SPI nicht.

Die SIX berechnet den SPI in zwei Varianten. Wenn vom Swiss Performance Index (SPI) die Rede ist, beziehen sich die Fachleute in der Regel auf den Swiss Performance Index SPI TR mit dem Börsensymbol «SXGE». Dies ist ein Performanceindex, er wird also unter der Annahme berechnet, dass Dividendenzahlungen der einzelnen SPI-Titel in den Index reinvestiert werden. Die Berücksichtigung von Dividenden wirkt sich wegen des Zinseszins-Effekts langfristig positiv auf die Performance des SPI aus.

Die zweite SPI-Variante ist der sogenannten Preisindex, bei dem Dividenden nicht berücksichtigt werden. Dieser Index wird Swiss Performance Index SPI PR oder kurz SPIX genannt, wird jedoch nur selten in den Finanzmedien erwähnt.

Was ist der SPI Extra?

Beim SPI Extra handelt es sich um den SPI ohne die 20 grössten Titel, also ohne die 20 SMI-Aktientitel.

Wie im SPI oder SMI werden auch im SPI Extra die Einzeltitel nach dem Börsenwert der frei handelbaren Aktien eines Unternehmens gewichtet. Auch der SPI Extra wird sowohl als Preisindex (Symbol SPIEXX) als auch als Performanceindex (Symbol SPIEX) publiziert, wobei sich die Medien meist auf den Performanceindex beziehen.

Wie gut bilden SPI und SPI Extra den Schweizer Aktienmarkt ab?

Der SPI gilt als Benchmark für den gesamten Schweizer Aktienmarkt und deckt rund 99 Prozent des Schweizer Aktienmarktes ab (gemessen an der sogenannten Freefloat-Marktkapitalisierung).

Achtung: Die hohe Marktabdeckung und die 215 Titel im SPI sollten Sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Index-Performance weitgehend von den grössten Titeln bestimmt wird. Die grössten drei Titel im SPI haben ein Gewicht von über 40 Prozent, die grössten zehn Titel ein Gewicht von rund 68 Prozent.

Der SPI Extra beinhaltet alle kleinen und mittelgrossen Schweizer Unternehmen aus dem SPI und gilt als Benchmark für diesen Bereich. Er deckt etwa 20 Prozent des Schweizer Aktienmarktes ab (gemessen an der Freefloat-Marktkapitalisierung).

Sowohl SPI als auch SPI Extra umfassen jedoch nur Aktiengesellschaften, die an der SIX primärkotiert sind. Folglich sind beispielsweise nicht-börsenkotierte Aktiengesellschaften, die an der OTC-X gehandelt werden, nicht in diesen Indizes vertreten.

Zudem gibt es Schweizer Unternehmen, die an ausländischen Börsen und nicht an der SIX kotiert sind und deshalb auch nicht im SPI vertreten sind. Dazu gehören beispielsweise das auf Sportschuhe spezialisierte Unternehmen ON oder der Rohstoffkonzern Glencore.

Wie kann ich in den SPI und SPI Extra investieren?

Schweizer Anlegerinnen und Anlegern, die in den SPI investieren möchten, stehen zahlreiche Indexfonds sowie zwei ETF zur Verfügung. Zudem gibt es zwei Indexfonds auf den SPI Extra. Für langfristig orientierte Anleger, die passiv und in den Schweizer Aktienmarkt investieren möchten, stellen diese beiden Möglichkeiten eine gute Option dar. Deshalb wird weiter unten auf die entsprechenden ETF und Indexfonds genauer eingegangen.

Neben ETF und Indexfonds gibt es weitere Möglichkeiten, wie Sie direkt oder indirekt in den SPI, SPI Extra oder einzelne SPI-Aktien investieren können.

  • Kauf von Einzelaktien aus dem SPI

Sofern Sie das nötige Wissen mitbringen, eine erhöhte Risikofähigkeit haben und den Zeitaufwand nicht scheuen, kann dies durchaus eine sinnvolle Alternative sein. Wenn Sie den SPI möglichst genau abbilden möchten, ist dies über den Kauf von Einzelaktien aber kaum möglich.

  • Kauf eines Tracker-Zertifikates auf den SPI oder SPI Extra

Ziel eines Tracker-Zertifikats ist zwar ebenfalls die Nachbildung des Index, im Gegensatz zu physischen ETF und Indexfonds sind Sie jedoch nicht direkt in den SPI-Aktien investiert und unterliegen dem Emittentenrisiko. Zudem sind Tracker-Zertifikate komplexe Finanzinstrumente und nicht einfach zu verstehen. Zumindest für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger sind ETF und Indexfonds besser geeignet.

  • Fondssparplan auf SPI oder SPI Extra abschliessen

Bei einem Fondssparplan zahlen Sie regelmässig einen Betrag ein, der in den entsprechenden Fonds investiert wird. Allerdings können Sie nicht bei allen Schweizer Fondssparplänen in reine SPI-ETF oder SPI-Indexfonds anlegen. Weitere Informationen über Schweizer Fondssparpläne finden Sie hier.

  • Über einen Robo Advisor in den SPI oder SPI Extra investieren

Digitale Vermögensverwalter erlauben es Ihnen ebenfalls, in Schweizer Aktien zu investieren. Allerdings ist es bei den meisten Schweizer digitalen Vermögensverwaltern nicht möglich, gezielt in einzelne SPI-Aktien oder SPI-ETF zu investieren.  Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Über einen Vermögensverwalter in SPI-Aktien investieren

Sie können auch über traditionelle Vermögensverwalter in SPI-Aktien investieren, sei es indirekt via Fonds oder direkt in einzelne Titel. Die Gebühren von traditionellen Vermögensverwaltungs- und Anlageberatungsmandaten sind aber häufig hoch. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Aktive Fonds mit SPI-Aktien kaufen

In der Schweiz finden Sie ein grosses Angebot an aktiv verwalteten Fonds, die unter anderem in SPI-Aktien investieren. Auf lange Sicht gelingt es diesen aber nur selten, den SPI oder SPI Extra zu schlagen. Zudem fallen bei aktiven Fonds in aller Regel höhere Kosten an. Tipp: Meist fahren Sie mit passiven Fonds wie ETF oder Indexfonds besser als mit aktiv verwalteten Fonds.

Im Folgenden erfahren Sie, welche ETF und Indexfonds auf den SPI und SPI Extra für Schweizer Anleger zur Verfügung stehen.

Welche ETF auf den SPI und den SPI Extra gibt es?

Für Schweizer Anlegerinnen und Anleger, die via ETF in den SPI investieren möchten, ist die Auswahl nicht gross. In diesem Fall gibt es nur zwei sinnvolle Produkte.

Tabelle 1: ETF auf SPI mit Fondsdomizil Schweiz

Bezeichnung ISIN Produktkosten (TER) Ausschüttungsvariante
iShares Core SPI ETF (CH) CH0237935652 0.1% pro Jahr Ausschüttend
UBS ETF (CH) SPI (CHF) A-dis CH0131872431 0.15% pro Jahr Ausschüttend

 

ETF auf den SPI Extra gibt es keine, jedoch sind in der Tabelle 3 zwei Indexfonds aufgeführt, die eine valable Alternative darstellen.

Welche Indexfonds auf den SPI gibt es?

Wenn Sie einen Indexfonds auf den SPI kaufen möchten, stehen Ihnen mehrere Indexfonds zur Verfügung. In der folgenden Tabelle hat moneyland.ch diese für Sie zusammengetragen und nach laufenden Kosten des Produkts (TER) sortiert.

Tabelle 2: Indexfonds auf SPI mit Fondsdomizil Schweiz

Bezeichnung ISIN Produktkosten (TER) Ausschüttungsvariante
iShares SPI Equity Index Fund (CH) CH0342181622 0.13% pro Jahr Thesaurierend
Swisscanto (CH) Index Equity Fund Switzerland Total (I) CH0315622990 0.15% pro Jahr Ausschüttend
CSIF (CH) Equity Switzerland Total Market Blue CH0190771862 0.161% pro Jahr Thesaurierend
UBS (CH) Investment Fund - Equities Switzerland Passive All CH0356569118 0.17% pro Jahr Thesaurierend
Swisscanto (CH) Index Equity Fund Switzerland Total (II) CH0025417491 0.19% pro Jahr Ausschüttend
LLB Aktien Schweiz Passiv (CHF) CH0421963825 0.21% pro Jahr Thesaurierend
Pictet CH-Swiss Market Tracker CH0010396734 0.37% pro Jahr Ausschüttend
Raiffeisen Index Fonds – SPI CH0120927568 0.42% pro Jahr Ausschüttend

 

Welche Indexfonds auf den SPI Extra gibt es?

Für Schweizer Anlegerinnen und Anleger gibt es zwei geeignete Indexfonds auf den SPI Extra. 

Tabelle 3: Indexfonds auf den SPI Extra mit Fondsdomizil Schweiz

Bezeichnung ISIN Produktkosten (TER) Ausschüttungsvariante
CSIF (CH) Equity Switzerland Small & Mid Cap CH0222624659 0.1819% pro Jahr Thesaurierend
Swisscanto (CH) Index Equity Fund Small & Mid Caps Switzerland CH0315622966 0.3% pro Jahr Ausschüttend

 

Soll ich einen ETF oder einen Indexfonds wählen?

ETF und Indexfonds haben viele Gemeinsamkeiten, es gibt aber auch einige Unterschiede. Ein wichtiger Unterschied ist, dass Indexfonds nur einmal täglich gezeichnet werden können. ETF hingegen können während der Handelszeit ähnlich wie Aktien jederzeit an der Börse gekauft und verkauft werden. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger fällt dieser Unterschied jedoch kaum ins Gewicht. Weitere Unterschiede zwischen Indexfonds und ETF finden Sie hier.

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob Sie einen ETF oder Indexfonds wählen. Wichtige Faktoren für die Auswahl des richtigen Fonds sind sowohl bei ETF als auch bei Indexfonds die Kosten, die Ausschüttungsvariante (ist der Fonds ausschüttend oder thesaurierend) sowie die Replikationsmethode (physisch oder synthetisch).

Wo kann ich SPI-ETF und Indexfonds kaufen?

Die meisten Schweizer Online-Broker führen ein breites Angebot an ETF. Ansonsten hängt es stark von der Bank ab, bei der Sie Ihr Wertschriftendepot führen, ob Sie SPI-ETF kaufen können. Zumindest bei grösseren Banken sollte ein Kauf der SPI-ETF aber möglich sein.

Etwas eingeschränkter sind die Möglichkeiten für Indexfonds: Je nachdem, bei welchem Anbieter Sie Ihr Wertschriftendepot haben, ist es gut möglich, dass Sie einige oder gar alle der oben aufgelisteten Indexfonds nicht kaufen können.

Beispiel: Über den Online-Broker Swissquote können alle aufgeführten Indexfonds auf den SPI und SPI Extra gezeichnet werden, über Cornèrtrader ist die Zeichnung von nur einem Indexfonds (CSIF (CH) Equity Switzerland Small & Mid Cap) möglich. Die beiden oben gelisteten SPI-ETF können sowohl über Cornèrtrader als auch über Swissquote gekauft werden.

Welche Kosten fallen bei den SPI-ETF und Indexfonds an?

Wichtig sind vor allem die laufenden Produktkosten (sogenannte TER-Kosten). In den Tabellen hat moneyland.ch die jährlichen Produktkosten aufgeführt. Sofern Sie einen ETF oder Indexfonds auf den SPI beziehungsweise den SPI Extra kaufen möchten und Ihnen mehrere Optionen zur Auswahl stehen, sollten Sie sich grundsätzlich für die günstigste entscheiden. Zumindest dann, wenn es zwischen den einzelnen Fonds keine anderen für Sie relevanten Unterschiede gibt, wie beispielsweise die Ausschüttungsvariante (ausschüttend oder thesaurierend).

Bei Indexfonds können zusätzlich zu den laufenden Produktkosten (TER) noch einmalige Produktgebühren beim Kauf und Verkauf anfallen, wie beispielsweise Ausgabe-, Rücknahme- und Zeichnungsgebühren. Diese Gebühren sind aber meistens gering. Bei den Indexfonds auf den SPI und SPI Extra, die moneyland.ch aufgeführt hat, sind diese Kosten für langfristige Anleger vernachlässigbar tief.

Zu den Produktkosten kommmen die Kosten Ihrer Bank oder Ihres Online-Brokers. Die entsprechenden Gebühren können Sie mit dem Online-Trading-Vergleich von moneyland.ch vergleichen.

Sollte ich ausschüttende oder thesaurierende Fonds wählen?

Sowohl bei ausschüttenden als auch bei thesaurierenden ETF und Indexfonds profitieren Sie davon, dass die im Fonds beinhalteten SPI-Titel Dividenden ausschütten. Sofern Sie in einen ausschüttenden Fonds investieren, werden die Dividenden Ihrem Konto gutgeschrieben. Bei thesaurierenden Fonds hingegen verbleiben die Dividenden im Fondsvermögen. Mit den Dividenden werden entsprechend der Indexzusammenstellung neue SPI-Aktien gekauft.

Falls Sie mit einer Anlage in den SPI beziehungsweise den SPI Extra langfristig sparen möchten und nicht auf Ausschüttungen angewiesen sind, sollten Sie thesaurierende Fonds bevorzugen. Im Gegensatz zu ausschüttenden Fonds reinvestiert die Fondsleitung bei thesaurierenden Fonds die Dividenden zu geringen Transaktionskosten in den Fonds. Langfristig profitieren Sie dadurch vom Zinseszinseffekt, zumindest wenn der SPI ansteigt.

Ausschüttende Fonds können sinnvoll sein, wenn Sie für die Bestreitung Ihres Lebensunterhalts auf Ausschüttungen angewiesen sind oder diese für andere Investitionen einsetzen möchten.

Übrigens: Steuerlich besteht für Schweizer Anlegerinnen und Anleger kein Unterschied zwischen den beiden Varianten. Sowohl bei ausschüttenden Fonds als auch bei thesaurierenden Fonds auf den SPI und SPI Extra fällt die Verrechnungssteuer an. Die Verrechnungssteuer kann aber vollständig zurückgefordert werden, entweder durch die Deklaration in der Steuererklärung (ausschüttender Fonds) oder direkt durch die Fondsleitung (thesaurierender Fonds). In beiden Fällen wird die Einkommensteuer auf Dividenden erhoben.

Welches Fondsdomizil haben SPI-ETF und SPI-Indexfonds?

Alle in den Tabellen aufgeführten ETF und Indexfonds sind in der Schweiz domiziliert. Das Fondsdomizil finden Sie in der Regel unkompliziert im Factsheet oder anderen offiziellen Dokumenten des Fondsanbieters.

Schweizer Anlegerinnen und Anleger, die ETF oder Indexfonds kaufen, die ausschliesslich in Schweizer Aktien investieren, sollten aus steuerlichen Gründen grundsätzlich nur Fonds mit Schweizer Domizil wählen.

Handelt es sich um physische oder synthetische ETF und Indexfonds?

Physisch replizierende Fonds investieren weitgehend direkt in die Basiswerte des Referenzindex. Das heisst, dass ein physischer ETF oder Indexfonds auf den SPI beziehungsweise SPI Extra die im Index enthaltenen Aktien weitgehend kauft.

Bei synthetischen ETF hingegen wird nur mit einem Teil Ihres Investments SPI-Aktien gekauft. Dass der ETF trotzdem den Index repliziert, wird dann mit Swaps sichergestellt.

Grundsätzlich sollten Sie physische ETF bevorzugen, da in diesem Fall Ihr Investment weitgehend in SPI-Aktien angelegt ist und Sie im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft besser geschützt sind.

Alle in den Tabellen aufgeführten ETF und Indexfonds sind physisch replizierend. Die genaue Replikationsmethode fast aller hier aufgeführten Fonds lautet «physisch mit Optimierung». Dies bedeutet, dass auf den Kauf von einigen kleinen Titeln verzichtet wird. Da diese nur einen marginalen Einfluss auf die Performance haben, kann der Fonds den Index trotzdem recht genau abbilden.

Voll replizierend ist nur der Indexfonds auf den SPI von Raiffeisen (Raiffeisen Index Fonds – SPI) und der Indexfonds der Credit Suisse auf den SPI Extra (CSIF (CH) Equity Switzerland Small & Mid Cap).

Vorteile eines Investments in den SPI

  • Mit seinen 215 Titeln deckt der SPI den Schweizer Aktienmarkt praktisch vollständig ab.

  • Folglich lässt sich eine Investition in den gesamten Schweizer Aktienmarkt mit nur einem Fonds auf den SPI realisieren.

  • Von allen Schweizer Aktienindizes gibt es beim SPI die grösste Auswahl an Indexfonds und ETF.

Nachteile eines Investments in den SPI

  • Klumpenrisiko: Die grössten drei Titel machen über 40 Prozent, die grössten zehn Unternehmen 68 Prozent des SPI aus.

  • Kleine und mittlere Unternehmen sind kaum berücksichtigt: Der SPI beinhaltet zwar 194 Titel von kleinen und mittleren Unternehmen, deren Gewichtung im Index ist jedoch nur sehr gering. Wenn Sie in den SPI investieren, fliesst über 80 Prozent Ihres Investments in die grössten 20 Unternehmen.

  • Einseitige Branchenverteilung: Die Gesundheits- und Konsumgüterbranchen machen zusammen 60 Prozent des SPI aus. Die Technologie- und Rohstoffbranche ist mit je zwei Prozent praktisch nicht vertreten.

Vorteile eines Investments in den SPI Extra

  • Der SPI Extra mit seinen 195 Titeln deckt praktisch alle kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Schweizer Aktienmarkt ab.

  • Ein Investment in den SPI Extra fliesst zu 100 Prozent in kleine und mittlere Unternehmen, während bei einem Investment in den SPI weniger als 20 Prozent auf diesen Bereich entfallen.

Nachteile eines Investments in den SPI Extra

  • Auch beim SPI Extra gibt es ein Klumpenrisiko, wenn auch ein etwas kleineres als beim SPI: Die drei grössten Titel machen rund 14 Prozent des SPI Extra aus, die grössten zehn Titel rund 36 Prozent.

  • Zwar sind mittlere Unternehmen im SPI Extra sehr gut vertreten, kleine Unternehmen spielen wegen ihrer tiefen Gewichtung aber auch beim SPI Extra nur eine untergeordnete Rolle.

  • Einseitige Branchenverteilung: Industrie und Finanzen machen 58 Prozent des SPI Extra aus. Die Technologie- und Rohstoffbranche sind mit vier beziehungsweise drei Prozent nur sehr schwach vertreten.

  • Für den SPI Extra gibt es keine ETF und nur zwei Indexfonds.

Gibt es weitere Indizes aus der SPI-Familie?

Neben dem SPI Extra gibt es zahlreiche weitere Subindizes, beispielsweise drei Subindizes nach Unternehmensgrösse. Darin werden die 215 SPI-Titel aufgeteilt in den SPI Large (20 Titel), SPI Mid (80 Titel) und SPI Small (115 Titel). Abgesehen von einem ETF der UBS auf den SPI Mid gibt es jedoch kaum Investitionsmöglichkeiten.

Für nachhaltig orientierte Anlegerinnen und Anleger berechnet die SIX den SPI ESG sowie einige Subindizes davon. Anlegerinnen und Anleger können zwischen einigen Indexfonds und einem ETF der UBS auf den Subindex «SPI ESG Weighted» wählen.

Fazit

Mit einem ETF oder Indexfonds auf den Swiss Performance Index (SPI) können Sie den Schweizer Aktienmarkt praktisch vollständig abdecken. Die unterschiedliche Gewichtung der 215 Titel sorgt jedoch dafür, dass der SPI im wesentlichen von den grössten Titeln bestimmt wird. Die 100 kleinsten Titel haben nur einen sehr kleinen Einfluss auf den Index.

Mit einem Indexfonds auf den SPI Extra können Sie gezielt in die mittleren und kleinen SPI-Unternehmen investieren. Die 20 SMI-Titel, die über 80 Prozent des Schweizer Aktienmarkts ausmachen, sind im SPI Extra nicht vertreten.

Für Anlegerinnen und Anleger, die via SPI Small gezielt in kleine Schweizer Unternehmen investieren möchten, gibt es momentan leider keine ETF oder Indexfonds.

Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger bieten die in den Tabellen aufgeführten ETF und Indexfonds eine gute Möglichkeit, in den SPI oder den SPI Extra zu investieren. Bei der Auswahl des Fonds sollten Sie besonders auf tiefe Produktkosten (TER) und die von Ihnen bevorzugte Ausschüttungsvariante (ausschüttend oder thesaurierend) achten.

 

Weitere Informationen:
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Felix Oeschger ist Analyst und Experte bei moneyland.ch.
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