Zahlreiche Kundinnen und Kunden von Migros Mobile müssen ab 1. September 2026 mehr für ihr Handy-Abo und Internet-Abo bezahlen. Die Preiserhöhung beträgt zwischen 50 Rappen und 1 Franken.
Von der Preiserhöhung betroffen sind Kundinnen und Kunden, die ihr Abo noch mit dem Anbieter M-Budget Mobile abgeschlossen haben. Migros Mobile informiert alle betroffenen Kundinnen und Kunden schriftlich über die Preiserhöhung.
Bei Migros Mobile handelt es sich um ein Angebot von Swisscom. Der Telekom-Konzern arbeitet mit der Supermarktkette Migros zusammen.
Die Preiserhöhung bei Handy-Abos im Überblick
Die monatliche Grundgebühr der Handy-Abos Mini, Maxi, Mega, Extra und Giga erhöht sich um jeweils 1 Franken. Das entspricht einer Erhöhung von bis zu 5.3 Prozent.
Bei Abos mit einem Aktionspreis beträgt die Preiserhöhung zwischen 50 Rappen und 1 Franken pro Monat.
Die Abo-Gebühren bei den Ende August 2025 eingeführten neuen Handy-Abos Swiss Start, Swiss Classic, Swiss Max und Swiss Travel bleiben unverändert.
Die Preiserhöhung bei Internet-Abos im Überblick
Bei den beiden Internet-Abos Internet Classic und Internet Pro erhöht sich die monatliche Grundgebühr jeweils um 1 Franken. Das entspricht einer Erhöhung von bis zu 2.5 Prozent.
Bei Abos mit einem Aktionspreis beträgt die Preiserhöhung zwischen 50 Rappen und 1 Franken pro Monat.
Die Abo-Gebühren der Ende August 2025 eingeführten neuen Internet-Abos Internet Start, Internet Plus und Internet Max bleiben unverändert.
Gebührenfreie Kündigung möglich
Migros Mobile informiert auf ihrer Website über ein Sonderkündigungsrecht. Wer von der Preiserhöhung betroffen ist, kann das Abo auf den 31. August gebührenfrei kündigen. Dies unabhängig von der üblichen Kündigungsfrist und noch laufenden Mindestlaufzeiten.
Durch das Sonderkündigungsrecht können Kundinnen und Kunden gebührenfrei per 31. August zu einem anderen Anbieter wechseln und ihre Telefonnummer behalten.
Wie begründet Migros Mobile die Preiserhöhung?
Migros Mobile begründet die Preiserhöhung damit, dass die Tarife der älteren Abos nicht mehr den aktuellen Marktbedingungen entsprächen. Zudem seien die Kosten für den Netzbetrieb, technische Systeme und Serviceleistungen gestiegen.
Bei den aktuellen Abos gibt es keine Preiserhöhung: Die Abo-Gebühren seien bereits auf der Grundlage der veränderten Kosten kalkuliert worden.
Lohnt sich ein Wechsel auf die aktuellen Migros Mobile-Abos?
Migros Mobile betont, dass Kundinnen und Kunden jederzeit und kostenlos auf ein aktuelles Abo von Migros Mobile wechseln können. Diese Abos werden derzeit nicht teurer.
Wer beim bisherigen Abo viel Rabatt auf den Normalpreis erhält, zahlt mit den aktuellen Abos eher mehr. Aufpassen müssen auch Kundinnen und Kunden mit einem Familienrabatt: Teilweise ist der frühere Familienrabatt deutlich attraktiver als der aktuelle.
Wer wegen der Preiserhöhung nicht zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, sollte zumindest die aktuellen Angebote den bisherigen gegenüberstellen. Unter Umständen ist ein aktuelles Abo kostengünstiger.
Wie teuer ist Migros Mobile im Vergleich zur Konkurrenz?
Die Handy-Abos von Migros Mobile bewegen sich im Mittelfeld. Zahlreiche Anbieter wie M-Tel, Digital Republic, CH Mobile, Gomo, Galaxus Mobile, Spusu und Swype sind deutlich günstiger als Migros Mobile. Die Normalpreise vieler Anbieter wie Swisscom, Sunrise und Salt sind hingegen deutlich höher als Migros Mobile.
Dazu ein Preisbeispiel: Die günstigste Flatrate mit unlimitierten Anrufen und Internet in der Schweiz kostet bei Migros Mobile 25.95 Franken. Die günstigsten Anbieter in der Schweiz sind mit rund 13 Franken halb so teuer.
Auch die Konkurrenz erhöht Preise
Migros Mobile ist nicht der einzige Schweizer Anbieter mit Preiserhöhungen. So haben in diesem Jahr bereits Swisscom, Salt, Sunrise, Lebara, Yallo und Wingo Preiserhöhungen kommuniziert.
Es gibt allerdings auch Anbieter, die ihre Abo-Gebühren seit Jahren nicht erhöht haben. Dazu zählen Digital Republic, Galaxus Mobile und Spusu.
Einschätzung von Telekom-Experte Ralf Beyeler
Nach den Preiserhöhungen von Swisscom und der Swisscom-Marke Wingo ist die Preiserhöhung bei Migros Mobile keine Überraschung.
Interessant: Bei Migros Mobile sind dieses Mal nur bestehende Kundinnen und Kunden mit einem älteren Abo betroffen. Das ist alles andere als marktüblich.
Positiv ist, dass keine Zwangsumstellungen auf andere Abos vorgenommen werden – im Unterschied zur Swisscom-Marke Wingo.
Die Kundinnen und Kunden haben es in der Hand. Leider reagieren viele Kundinnen und Kunden nicht auf Preiserhöhungen. Würden mehr Konsumentinnen und Konsumenten deswegen den Anbieter wechseln, gäbe es weniger Preiserhöhungen.