private schliessfaecher schweiz
Anlegen & Vorsorge

Bankenunabhängige Schliessfächer in der Schweiz

18. Mai 2023 - Daniel Dreier

In der Schweiz können Wertsachen nicht nur in Tresorräumen von Banken, sondern auch bei zahlreichen privaten bankenunabhängigen Firmen aufbewahrt werden. In diesem Ratgeberartikel erfahren Sie mehr über private Schliessfächer in der Schweiz.

Familienerbstücke, kostbarer Schmuck und wertvolle Sammlungen sind nur einige von vielen Dingen, die Sie wegen der allgegenwärtigen Feuer- und Diebstahlgefahr besser nicht zu Hause aufbewahren sollten.

Ihre Wertsachen können Sie zwar (zumindest teilweise) über eine Hausrat- oder eine Spezialversicherung absichern, aber der Erinnerungswert gestohlener oder beschädigter Sachen lässt sich nicht ersetzen. Der Verlust von Unikaten kann ungeachtet der Versicherungsleistungen schmerzlich sein.

Aus diesem Grund bewahren nicht wenige Schweizerinnen und Schweizer ihre wichtigsten Wertsachen in Schliessfächern auf. Zahlreiche Schweizer Banken offerieren entsprechende Angebote. Die Schliessfächer sind nicht nur bei Privatpersonen beliebt, die ihr Hab und Gut verwahren wollen, sondern auch bei Personen, die ihr Vermögen lieber in Edelmetallen und Banknoten als auf dem Konto anlegen.

Während in Schliessfächern aufbewahrte Wertsachen von Bankkonkursen verschont bleiben, ist nur ein limitierter Teil der Bankguthaben gegen Konkurs versichert. Bewahren Sie Ihr Geld in einem Schliessfach auf, können Sie auch die Rückzugsbeschränkungen vieler Bankkonten umgehen.

Wie im Moneyland-Ratgeber über Bankschliessfächer erläutert, kann diese Aufbewahrungsmöglichkeit Ihr Vermögen aber nur bedingt vor allfälligen Negativzinsen schützen. Entscheidend dabei ist der Vergleich zwischen der Safemiete und den allfälligen Negativzinsen Ihrer Bank.

Vorteile privater Schliessfächer

Leider sind Bankschliessfächer nicht uneingeschränkt zugänglich. Um ein Schliessfach bei einer Schweizer Bank zu eröffnen, müssen Sie in der Regel ein Konto bei dieser Bank besitzen.

In den letzten Jahren ist es zum Beispiel für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer immer schwieriger geworden, ein Bankkonto in der Schweiz zu eröffnen. Ausländern ohne Wohnsitz in der Schweiz kann die Eröffnung eines Schweizer Bankkontos sogar je nach Bank verweigert werden.

Private Schliessfächer sind die leichter zugängliche Alternative für Personen, die ihre Wertsachen nicht bei einer Bank aufbewahren können oder wollen. In der Schweiz gibt es mehrere Privatinstitutionen mit Mietsafes.

Ein weiterer möglicher Vorteil ist, dass Sie in der Regel die Möglichkeit haben, den Inhalt Ihres Safes zu versichern. Dies ist bei Bankschliessfächern in der Regel nicht der Fall. Bei vielen privaten Anbietern ist ein begrenzter Versicherungsschutz ohne zusätzliche Kosten inbegriffen. Wenn Sie einen umfangreicheren Versicherungsschutz wünschen, können Sie diesen separat bezahlen. Allerdings ist das häufig teuer: Die Versicherungsprämien liegen in der Regel zwischen 0.15 und 1 Prozent der Versicherungssumme pro Jahr, je nach Anbieter und Aufbewahrungsort.

Nachteil privater Schliessfächer

Der Hauptnachteil von vielen privaten Schliessfächern ist der Preis: Viele Anbieter sind deutlich teurer als Schweizer Banken. 

Was kostet ein privates Schliessfach?

Die Miete für private Schliessfächer ist normalerweise deutlich höher als für Bankschliessfächer. Dafür benötigen Sie kein Bankkonto und sparen Kontogebühren. Dies ist besonders vorteilhaft für Auslandkunden, die bei vielen Schweizer Banken hohe Auslandsgebühren zahlen müssen oder gar kein Konto eröffnen können.

Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter. Vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern auch die Sicherheit und den Aufbewahrungsort. Während bei versichertem Bargeld, Goldbarren oder anderen ersetzbaren Sachen der Preis ausschlaggebend ist, sind bei unersetzbaren Sachen, die kein Versicherungsgeld der Welt zurückbringen kann, Sicherheit und Standort ebenfalls entscheidend.

  • Mit einer Jahresmiete von 210 Franken für die kleinsten Schliessfächer gehört Safes Fidelity in Genf zu den günstigeren bankenunabhängigen Anbietern.
  • Sincona bietet Schliessfächer in Zürich ab 250 Franken pro Jahr an.
  • Philoro bietet Tresore in Wittenbach (St. Gallen) und Zürich an. Die günstigsten Tresore kosten 275 Franken pro Jahr (inklusive einer Versicherung in der Höhe von 5000 Franken).
  • Auch bei Pro Aurum in Kilchberg, einem Vorort von Zürich, gibt es Aufbewahrungslösungen. Die Safes sind dort ab 350 Franken pro Jahr inklusive Versicherungsdeckung bis zu 50'000 Franken mietbar.
  • Degussa mit Sitz in Zürich und Genf vermietet Schliessfächer ab 432 Franken pro Jahr, inklusive Versicherungsdeckung bis zu 30'000 Franken.
  • Mit Tresormieten ab 512 Franken (inklusive einer Versicherung in der Höhe von 25’000 Franken) gehört Swiss Gold Safe zu den teuersten Anbietern. Die höheren Preise werden dadurch gerechtfertigt, dass sich die Tresorräume in einem ehemaligen Militärbunker im Schweizer Gebirge befinden.

In der ganzen Schweiz gibt es zahlreiche weitere bankenunabhängige Schliessfachanbieter. Ein Vergleich ist je nach Bedürfnis und Standort wichtig.

Fazit

Falls Sie in der Schweiz einen sicheren Aufbewahrungsort für Ihre Wertsachen suchen und kein Schweizer Bankkonto eröffnen können, kann ein privates Schliessfach eine valable Alternative zu einem Bankschliessfach sein. Allerdings sind bankenunabhängige Schliessfächer in der Schweiz verhältnismässig teuer.

Weitere Informationen:
Bankschliessfächer in der Schweiz: Ratgeber
Schweizer Edelmetallkonten: Ratgeber
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Redaktor Daniel Dreier
Daniel Dreier ist Redaktor und Experte für Geldthemen bei moneyland.ch.
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