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Zahlungen ins Ausland

Alles, was Sie rund um Zahlungen ins Ausland in Fremdwährungen wissen müssen.

Zahlungen ins Ausland können über diverse Kanäle und Anbieter realisiert werden. Ein vorgängiger Vergleich lohnt sich unbedingt, da es riesige Kostenunterschiede gibt.

Western Union und MoneyGram

Die wohl bekanntesten Geldüberweisungdienste sind auch in der Schweiz vertreten. So kooperiert MoneyGram schweizweit mit Kiosken und weiteren Valora-Firmen, Western Union unter anderem mit der SBB und PostFinance.

Sowohl Western Union als auch MoneyGram ermöglichen schnelle Überweisungen von Geld ins Ausland ohne Bankkonto, weshalb diese Dienste gerade bei Migranten beliebt sind. Am Schweizer Standort können Sie Schweizer Franken einzahlen, worauf der Empfänger am anderen Ende der Welt die umgerechnete Fremdwährung direkt in Empfang nehmen kann.

Achtung vor hohen Gebühren

Doch aufgepasst: Sowohl Western Union als auch MoneyGram verlangen horrende Bearbeitungsgebühren. So kann eine Überweisung von 1000 Franken rasch einmal 60 Franken und mehr an Gebühren kosten. Dazu kommen noch die versteckten Kosten im Umrechnungskurs. Wer also darauf verzichten kann, sollte diese Dienste nicht in Anspruch nehmen.

Western Union ermöglicht auf der eigenen Webseite auch Online-Überweisungen auf das Konto des Empfängers im Ausland. Das ist zwar weniger praktisch als eine Offline-Zahlung, aber deutlich günstiger. Es fallen damit keine Bearbeitungsgebühren an. Ausserdem ist der Fremdwährungskurs online in der Regel deutlich günstiger als der Kurs, der an einem physischen Standort verrechnet wird.

Günstige Online-Anbieter

Noch günstiger sind in der Regel die Kurse von reinen Online-Anbietern wie Exchangemarket.ch, CurrencyFair und TransferWise, die in Tests regelmässig gut abschneiden. Allerdings gibt es nicht den besten Anbieter für alle Szenarien. Je nach Land und Währung können sich die Gebühren erheblich unterscheiden. Es lohnt sich also, die Kurse im Voraus online kurz abzufragen, und sich dann für den günstigsten Anbieter zu entscheiden. Eine Übersicht über verschiedene Kurse ist zum Beispiel bei Monito abrufbar.

Überweisungen mit der Hausbank

Am wenigsten Aufwand bereiten Überweisungen mit der eigenen Hausbank, auch wenn diese etwas teurer als die günstigsten Online-Dienste sein können. Wenn es sich um grosse Beträge handelt, können Sie vorgängig bei Ihrer Bank den Kurs am Stichtag abfragen und diesen mit konkurrierenden Geldüberweisungsdiensten abgleichen.

Gebührenvergleich ist lohnenswert

Ein Beispiel kann die grossen Kostenunterschiede illustrieren. 1000 Franken sollen von der Schweiz nach Deutschland transferiert und in Euro empfangen werden (Stichtag der Transaktion: 10. Dezember 2015). Erwähnt wird jeweils der Empfängerbetrag in Euro.

Western Union Transfer Offline zu Offline: 812.52 Euro.
Western Union Transfer Online zu Konto: 894.74 Euro.
PostFinance Online zu Konto: 913 Euro.
CurrencyFair Online zu Konto: 916.4 Euro.
TransferWise Online zu Konto: 917.15 Euro.

Überweisungen via Privatkonto

Der Zahlungsverkehr erfolgt in der Schweiz im Rahmen des Privatkontos oder Firmenkontos. Auf Sparkonten ist der externe Zahlungsverkehr in der Regel entweder nicht möglich oder aber mit höheren Kosten verbunden.

Zu beachten sind für die Banküberweisungen die verschiedenen Varianten der Gebührenregelung (Spesen-Optionen):

  • «OUR»: Alle Kosten zu Lasten des Auftraggeber bei der Schweizer Bank. OUR-Zahlungen in Fremdwährungen ins Ausland mit IBAN kosten häufig eine Pauschale von rund 20 Franken. Ohne Angabe einer IBAN können zusätzliche Kosten anfallen. Der Empfänger muss keine zusätzlichen Gebühren zahlen und erhält deshalb in der Regel den ganzen Überweisungsbetrag ohne Gebührenabzüge (mit Ausnahme von Gutschriftspesen je nach ausländischer Bank).
     
  • «SHA»: Gebührenteilung. Der Auftraggeber zahlt die Gebühren der Schweizer Bank, der Empfänger im Ausland muss für die Kosten seiner Bank aufkommen. Das ist auch die Standard-Variante, mit der die Moneyland-Vergleiche rechnen. Via Online-Banking kostet eine Zahlung in Fremdwährung (weder in CHF noch in EUR) in der Regel zwischen 3 und 10 Franken. In Euro via SEPA ist die Zahlung häufig kostenlos, kann aber auch je nach Bank bis zu 5 Franken kosten.
     
  • «BEN»: Gebühren zu Lasten der begünstigten Person. Der Auftraggeber bezahlt keine Gebühren, dafür übernimmt die begünstigte Person alle anfallenden Kosten. Der begünstigten Person werden alle Gebühren im In- und Ausland vom Überweisungsbetrag in Abzug gebracht. Achtung: bei Schweizer Banken können Ihnen für den Empfang von Zahlungen in Fremdwährungen als begünstigte Person 40 Franken und mehr in Rechnung gestellt werden.

Zu empfehlen: Online-Zahlungen in Fremdwährungen

Es gibt verschiedene Varianten, die Zahlungen ins Ausland zu tätigen, zum Beispiel mit Einzahlungsschein, per codiertem Formular oder sogar per Brief, Telefax und Telefon.

Führen Sie aber Ihre Zahlungen wenn immer möglich online durch. Je nach Zahlungstyp sind diese online häufig deutlich günstiger als offline. Für spezielle Zahlungsweisen wie per Telefon oder Telefax können sonst rasch einmal 20 Franken oder mehr pro Zahlung anfallen.

Euro-Zahlungen: SEPA-Zahlungen

Während der Empfang und der Versand von Online-Zahlungsaufträgen im Inland in Schweizer Franken kostenlos ist, können für Online-Zahlungsaufträge für Fremdwährungen ins In- und Ausland Kosten anfallen.

Zahlungen in Euro laufen standardmässig über SEPA und sind online bei Schweizer Banken häufig kostenlos, können aber je nach Bank auch 30 Rappen, 1 Franken, 2 Franken oder auch 5 Franken kosten. SEPA-Zahlungen funktionieren über Gebührenteilung (SHA).

Nicht-SEPA-Zahlungen ins Ausland in Euro ohne Angabe einer IBAN sind deutlich teurer und kosten häufig rund 8 Franken pro Zahlung.

Ihre Moneyland-Redaktion

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