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Geld im Alltag

10 Spartipps fürs Camping in der Schweiz

22. Mai 2023 - Daniel Dreier

Mit diesen einfachen Tipps sparen Sie beim Camping in der Schweiz.

Die Schweiz hat Camping-Fans viel zu bieten – von Zeltplätzen für Familien bis zu abgelegenen Alpenwiesen. Zudem ist die Schweiz auch ein zentraler Startpunkt für Abenteuer in anderen europäischen Ländern.

Hier gibt moneyland.ch einfache Tipps, wie Sie beim Camping sparen können:

1. Wohnfahrzeug ausleihen oder mieten

Es kann praktisch sein, ein eigenes Wohnmobil zu besitzen. Aber wenn Sie nicht sehr häufig damit unterwegs sind, dürften sich die hohen Kosten für die Anschaffung, das Parkieren und die Instandhaltung nur in wenigen Fällen lohnen.

Wenn Sie Bekannte oder Familienmitglieder haben, die ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen besitzen, können Sie das Fahrzeug vielleicht für einen Ausflug ausleihen. Andernfalls gibt es viele Mietangebote.

Besonders in der Nebensaison erhalten Sie bei Camping-Vermietern oft erschwingliche Angebote. Eine günstigere Option ist es, von Privatpersonen über Plattformen wie Mycamper, Gomore und 2em ein Fahrzeug zu mieten. Auf diesen Plattformen erhalten Sie die nötige Versicherung, wenn Sie dort ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mieten.

Auf Kleinanzeigen-Websites wie Tutti.ch und Anibis.ch finden Sie zudem private Mietangebote. Falls Sie direkt von Privatpersonen mieten, sollten Sie sicherstellen, dass deren Fahrzeugversicherung die Vermietung an andere Fahrerinnen und Fahrer abdeckt.

2. Bei der Ausrüstung sparen

Gebrauchte Zeltausrüstung – ob Gasgrill, Zelt oder Klappstuhl – finden Sie auf Kleinanzeigen-Websites zu einem Bruchteil des Neupreises oder teils sogar gratis.

Falls Sie etwas neu kaufen wollen, sollten Sie sich Zeit für einen Preisvergleich nehmen. Websites wie Toppreise.ch sind dabei hilfreich. Manche Händler verlangen im Vergleich zur Konkurrenz bis zu doppelt so viel für das gleiche Produkt.

Wenn Sie Ausrüstung mit Bekannten teilen und sich gegenseitig ausleihen, sparen Sie ebenfalls Geld. Falls Sie nur gelegentliche Ausflüge machen, kann es sinnvoller sein, bestimmte Gegenstände zu mieten, statt sie zu kaufen.

Eine weitere Möglichkeit, die Ausrüstungskosten niedrig zu halten: Vermieten Sie Ihre Ausrüstung, wenn Sie sie grad nicht verwenden (zum Beispiel auf Plattformen wie Sharely). Und wenn Sie etwas nicht mehr benötigen, können Sie es verkaufen.

3. Weniger für Camping-Plätze zahlen

Vergleichen Sie die Kosten von verschiedenen Campingplätzen im gewünschten Gebiet, um Geld zu sparen. Das ist beispielsweise auf der Vergleichsplattform Gocamping.ch möglich, wo Sie Zeltplätze in verschiedenen Kantonen finden und nach Preis sortieren können.

Bei manchen Zeltplätzen erhalten Sie einen Rabatt, wenn Sie im Voraus buchen. Wenn es für Sie kein Problem ist, vorauszuplanen, statt spontan zu campen, können Sie so bis zu 50 Prozent sparen.

Viele Schweizer Camping-Plätze akzeptieren Reka-Geld. Sie können damit auf Eurocamp.ch auch bei ausländischen Zeltplätzen buchen. Besonders viel sparen Sie, wenn Sie Reka-Geld mit einem hohen Rabatt erhalten können – zum Beispiel über Ihren Arbeitgeber, Ihre Wohngenossenschaft oder Ihren Branchenverband.

Gut zu wissen: Mitglieder bestimmter Vereinigungen, zum Beispiel des Touring Clubs Schweiz (TCS) und des Schweizerischen Camping- und Caravaning-Verbands (SCCV), erhalten Rabatte auf vielen Zeltplätzen. Sie sollten jedoch prüfen, wie hoch diese Ersparnisse im Vergleich zu den Mitgliedsbeiträgen sind.

4. Private Zeltplätze nutzen

Viele Bauern und andere Landbesitzer in der Schweiz bieten Campern Zeltplätze gegen eine Gebühr. Sie sind in der Regel einfacher eingerichtet als konventionelle Camping-Plätze, dafür zahlen Sie oft viel weniger. Viele davon finden Sie auf Websites wie Nomady.ch, Wohnmobilland-Schweiz.ch und Myfarm.ch. Zeltplätze in anderen europäischen Ländern finden Sie auf Plattformen wie Campspace.com und Stellplatz.info.

5. Bussen vermeiden

Die Regeln für Übernachtungen in Wohnmobilen oder Wohnwagen auf öffentlichem Grund sind je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich. Camping in Naturschutzgebieten, Jagdrevieren, Wildreservaten und im Nationalpark ist schweizweit verboten.

Im Kanton Aargau ist es generell erlaubt, eine Nacht lang auf einem öffentlichen Parkplatz zu übernachten – es sei denn, es gibt ein Verbotsschild. Auch im Kanton Obwalden dürfen Sie eine Nacht auf öffentlichem Grund verbringen, solange Sie die privaten und öffentlichen Interessen berücksichtigen. Im Rest der Schweiz sind die Regeln je nach Gemeinde unterschiedlich – Sie müssen sich also unbedingt schon im Vorfeld informieren, wenn Sie Bussen vermeiden möchten.

Grundsätzlich dürfen Sie eine Nacht auf öffentlichen Rastplätzen verbringen, solange Sie keine Camping-Ausrüstung aufbauen. Diese Regel gilt allerdings teils nicht an Autobahn-Raststätten mit Restaurants und/oder Hotels. Falls eine Übernachtung nicht erlaubt ist, erkennen Sie das normalerweise an entsprechenden Verbotsschildern.

6. Kosten für Wohnmobile reduzieren

In der Regel sind kompakte Wohnmobile sparsamer, die Sie auch für Ihre täglichen Fahrten ausserhalb von Ausflügen nutzen können – im Vergleich zu einem Camping-Bus oder einem Anhänger, der die meiste Zeit irgendwo ungenutzt abgestellt werden muss.

Sie können die Einstell- oder Parkkosten reduzieren und den mit der Zeit sinkenden Verlust des Fahrzeugs kompensieren, indem Sie es vermieten, während Sie es nicht selbst nutzen. Plattformen wie Mycamper und 2em vereinfachen die Vermietung, indem sie für Sie den Kontakt mit Mietern herstellen und sich um die Versicherung sowie Administration kümmern.

Wenn Sie nur im Sommer mit dem Wohnfahrzeug unterwegs sind, können Sie die Kosten für die Verkehrsabgabe (Strassensteuer) reduzieren, indem Sie Ihr Nummernschild vorübergehend hinterlegen und für die Camping-Saison wieder abholen. Sie können das auf Ihrem Strassenverkehrsamt oder per Post tun. Ein Nummernschild kann maximal ein Jahr lang hinterlegt bleiben. Falls Sie ein zweites Fahrzeug besitzen, kann es in manchen Fällen auch sinnvoll sein, Wechselschilder für Ihr Auto und Ihr Wohnmobil zu nutzen.

Der Preisvergleich von Einstellplätzen ist wichtig, denn die Gebühren variieren massiv. Spezialisierte Websites wie Einstellplatz.info machen diesen Vergleich relativ einfach. Teils gibt es auch Kleinanzeigen für günstige Einstellplätze, etwa auf Anibis.ch und Tutti.ch. Bedenken Sie, dass Einstellplätze in Nachbarländern der Schweiz oft viel günstiger sind als diejenigen im Inland. Je nachdem, wie und wie oft Sie Ihr Wohnfahrzeug nutzen, können sich die ausländischen Angebote lohnen.

Kleine Wohnmobile und -wagen können Sie in der Regel auf öffentlichen Parkplätzen abstellen – und das kann günstiger sein als speziell gesicherte Stellplätze. Bedenken Sie jedoch, dass Sie normalerweise eine höhere Prämie für die Teilkasko-Versicherung zahlen, wenn Sie hauptsächlich auf unbedeckten, öffentlichen Plätzen parkieren.

7. Mit wenig Gepäck reisen

Das Gewicht von Camping-Ausrüstung, Essen, Treibstoff und Wasser ist umso höher, je mehr davon Sie mitschleppen. Und je schwerer Ihr Gepäck ist, umso mehr Energie brauchen Sie für den Transport – dadurch steigen auch Ihre Kosten. Das gilt besonders, wenn Sie für den Transport Dachboxen an Ihrem Fahrzeug anbringen müssen.

Ziehen Sie es darum in Erwägung, nur Ausrüstung und Vorräte mitzunehmen, die Sie für den jeweiligen Ausflug auch wirklich benötigen. Eine weitere Möglichkeit, Gewicht und damit Energie sowie Kosten zu sparen: Füllen Sie Ihre Wassertanks erst am Zielort statt zu Beginn des Ausflugs.

8. Günstigeres Internet nutzen

Wenn es Ihnen wichtig ist, während des Camping-Ausflugs online zu sein, ist der mobile Internetzugang in der Regel die beste Lösung. Falls Ihr Schweizer Handy-Abo keine Daten-Flatrate beinhaltet, kann es sinnvoll sein, eine Datenoption oder ein Prepaid-Paket zu kaufen, bevor der Ausflug beginnt. So können Sie vermeiden, dass Sie den hohen Standard-Tarif für Daten zahlen müssen. Sie können auch eine zusätzliche Sim-Karte mit einem günstigen Datenpaket oder einer Flatrate kaufen und während des Ausflugs damit online surfen.

Wer international unterwegs ist, kann sich vorher eine erschwingliche Roaming-Lösung einrichten. Welche für Ihr Handy-Abo oder Prepaid-Angebot die beste ist, sehen Sie im interaktiven Roaming-Vergleich. Eine weitere Möglichkeit ist es, im Reiseland eine lokale Prepaid-Sim-Karte zu kaufen.

Alternativ können Sie natürlich auch kostenloses WLAN nutzen, das in öffentlichen Bereichen mancher Zeltplätze angeboten wird.

9. Wohnfahrzeug richtig versichern

Die richtige Versicherung kann Sie vor hohen Kosten retten. Natürlich sollten Sie aber auch eine Überversicherung vermeiden.

Wenn Sie eine Teilkasko-Versicherung für Ihr Wohnmobil oder Ihren Wohnwagen abschliessen, ist es sinnvoll darauf zu achten, ob durch Tiere verursachte Schäden gedeckt sind. Wohnfahrzeuge sind beispielsweise anfällig für Schäden durch Mäuse, besonders während sie über Winter eingestellt sind. Viele Schweizer Kaskoversicherungen decken nur Marderschäden, aber nicht durch andere Tiere verursachte Schäden. Im Gegensatz dazu geben Simpego, Smile Direct, Vaudoise und Zurich in ihren Versicherungsbedingungen ausdrücklich an, dass Biss- und Nageschäden grundsätzlich gedeckt sind.

Gut zu wissen: Falls Sie vorhaben, einen Wohnwagen abzumelden und einzustellen, bieten manche Hausratversicherungen eine Zusatzoption, sodass auch solche abgemeldete Fahrzeuge zum Hausrat gezählt werden. Zu diesen Versicherungen gehören Allianz, Baloise, Sympany und Zurich.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Haftpflicht für Schäden, die durch eingestellte Wohnmobile oder Wohnwagen verursacht werden. Bei angemeldeten Fahrzeugen fällt die Haftpflicht normalerweise unter die Auto-Haftpflichtversicherung. Mit wenigen Ausnahmen sind Schäden oder Verletzungen, die ein abgemeldetes Wohnfahrzeug verursacht, über Schweizer Privathaftpflichtversicherungen gedeckt.

Die Haftpflicht für Schäden an gemieteten, nicht angemeldete Wohnwagen ist in der Regel von der Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Etwas komplizierter ist die Lage, wenn Sie ein angemeldetes Wohnfahrzeug mieten. Nur eine kleine Zahl von Haftpflichtversicherungen geben Ihnen die Möglichkeit, sich gegen die Haftpflicht bei Beschädigungen von gemieteten Fahrzeugen zu versichern. Dazu gehören etwa die Allianz und Helvetia.

Die herkömmliche Schweizer Autoversicherung übernimmt keine Kosten für Schäden, wenn Sie das Fahrzeug an Drittparteien vermieten. Wenn Sie Ihr Wohnfahrzeug über Gomore, Mycamper oder 2em vermieten, ist das kein Problem – denn diese Anbieter haben die nötige Versicherung. Aber wenn Sie ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen direkt vermieten, sollten Sie darauf achten, dass Sie die nötige Versicherungsoption für vermietete Fahrzeuge haben. Die Allianz, Axa und Generali bieten diese Zusatzoption zur Autoversicherung.

10. Ausrüstung und Besitz versichern

Wenn Sie teure Ausrüstung fürs Zelten oder im Wohnfahrzeug haben, kann es sinnvoll sein, eine Zusatzoption für persönliche Besitzgegenstände zur Autoversicherung hinzuzufügen. Diese Option deckt den Diebstahl aus verschlossenen Fahrzeugen und versichert Ihre Besitztümer gegen Beschädigungen bei Verkehrsunfällen. Falls Sie Gegenstände versichern möchten, die nicht eingeschlossen werden (einschliesslich Dinge, die sich in nicht verschlossenen Wohnfahrzeugen befinden), können Sie das im Rahmen der Hausratversicherung tun: Dort gibt es eine Zusatzoption für den Diebstahl auswärts.

Weitere Informationen:
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Redaktor Daniel Dreier
Daniel Dreier ist Redaktor und Experte für Geldthemen bei moneyland.ch.
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